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Arzneimittel können giftig sein PDF Drucken E-Mail

Arzneimittel sind in Mitteleuropa die häufigste Ursache für Vergiftungen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Während bei Kindern die unbeabsichtigte Einnahme von Arzneimitteln führend ist, spielen bei Erwachsenen die Selbstmordversuche die größte Rolle.

Nicht nur verordnete Arzneimittel, sondern auch Medikamente, die man ohne Rezept in der Apotheke erhalten kann, wie Schlaf- oder Beruhigungsmittel, Nasentropfen oder Nasensprays, Grippemittel, sogenannte Appetitzügler, Hustenblocker oder Schmerz- und Fiebermittel, können bei erheblicher Überdosierung Vergiftungen verursachen.

Zur Vermeidung einer unbeabsichtigten Aufnahme von Arzneimitteln durch Kinder empfiehlt es sich, dass alle Medikamente im Haushalt in einem abgeschlossenen Schrank, zum Beispiel im Elternschlafzimmer, aufbewahrt werden.

Arzneimittel, die häufig zu gefährlichen Vergiftungen führen, sind zum Beispiel:

  • Beruhigungsmittel
  • Schlafmittel
  • Herz-Kreislauf-Mittel
  • Psychopharmaka und Schmerzmittel

Die bei diesen Vergiftungen auftretenden Symptome sind in der Regel nicht charakteristisch und können zum Teil auch erst nach einer gewissen Zeit auftreten.

Beruhigungsmittel

Bei den Beruhigungsmitteln ist vor allem an die Benzodiazepine wie Diazepam oder Oxazepam zu denken. Zum Teil enthalten auch Mittel gegen Muskelverspannungen Arzneistoffe, die beruhigend wirken. Weiterhin können Mittel gegen epileptische Krämpfe, Mittel gegen die Parkinson-Krank­heit oder sogenannte Antihistaminika (Mittel gegen Allergien, Heuschnupfen oder auch in Grippemitteln enthalten) dämpfend wirken.

Schlafmittel

Die heute fast ausschließlich verwendeten Schlafmittel stammen ebenfalls aus den oben angegebenen Gruppen. Bei beiden Gruppen werden die Vergiftungssymptome drastisch durch gleichzeitige Einnahme von Alkohol verstärkt.

Herz-Kreislauf-Mittel

Bei den Herz-Kreislauf-Mitteln führen Herzglykoside/Digitalis, Mittel gegen zu hohen Blutdruck, Mittel gegen Herzrhythmusstörungen oder Mittel gegen Angina pectoris (koronare Herzkrankheit) oder Mittel, die nach einem Herzinfarkt eingenommen werden müssen, bei unbeabsichtigter Einnahme von Kindern oder bei Einnahme hoher Dosen in Selbstmordabsicht nicht selten zu schwerwiegenden Vergiftungen.

Psychopharmaka

Aus der Gruppe der Psychopharmaka sind neben den angstlösenden und beruhigend beziehungsweise schlafanstoßend wirkenden Benzodiazepinen Mittel gegen Depressionen und Mittel gegen Psychosen beziehungsweise gegen Übererregung eingesetzte Arzneistoffe - vor allem bei Kombination mit Alkohol- nicht ungefährlich.

Schmerz- und Fiebermittel

Schmerz- und Fiebermittel, wie Codein, Morphiumderivate aber auch Paracetamol sowie Rheumamittel, können vor allem bei Kindern oder älteren Personen Vergiftungen verursachen.

Quelle: Rainer Braun, Martin Schulz: Vergiftungen. GOVI-Verlag GmbH

 
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