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Vergiftungen mit Rauschdrogen

Die Rauschdrogen unterscheiden sich sehr in ihren Vergiftungssymptomen. Was tun bei zu hohen Dosierungen der illegalen Drogen Heroin, Haschisch, Ecstasy, LSD oder Cocain?

Heroin und Morphium

In den Ballungsgebieten und "Drogenhochburgen" werden häufig schon über 50 Prozent aller Vergiftungstodesfälle mittelbar oder unmittelbar durch Heroin verursacht. Die Substanz ist wegen ihres großen Sucht­potentials besonders gefährlich. Bei vielen Rauschdrogen, so besonders beim Heroin, ist zwischen Entzugserscheinungen und Überdosierung zu unterscheiden, was nicht immer ganz einfach ist.

Es gibt verschiedene Stadien der Opiat (Morphium, Heroin) -Entzugserscheinungen:

  • Das erste Stadium der "laufenden Nase" geht mit Angst, Gähnen und Schwitzen einher.
  • Das Stadium des sogenannten "Cold Turkey" wird charakterisiert durch heiße und kalte Schauer mit Appetitlosigkeit und allgemeinen  Schmerzen
  • Im sogenannten Tachykardiestadium (starke Pulsfrequenzerhöhung) mit Anstieg des Blutdruckes und Schlaflosigkeit sind die beschleunigte tiefe Atmung und die Unverträglichkeit einer harten Unterlage charakteristisch.
  • Im vierten Stadium, das lebensbe­drohlich ist, tritt Erbrechen aller Nahrung und Flüssigkeit auf, es kommt zum Abgang von Stuhl und zum Zusammenbruch des Kreislaufes.

Die Vergiftung mit Opiaten wie Heroin oder Morphin wird charakterisiert durch zunächst sehr enge Pupillen, Bewusstlosigkeit und sehr langsame und flache Atmung. Bei Verdacht auf diese Vergiftung rufen Sie sofort den Notarzt unter Telefon 112 an! Als erste Maßnahme empfiehlt sich die Atemhilfe (Mund-zu-Mund-Beatmung) sowie wachhaltende Atembefehle.

Haschisch und Marihuana

Die Cannabispflanze (Cannabis sativa) liefert in Form des getrockneten Harzes das Haschisch und in Form der getrockneten überirdischen Teile der Pflanze das Marihuana. Beide Formen werden in der Regel mit Tabak gemischt und als "Joint" geraucht. Als Vergiftungsursache spielt Haschisch keine herausragende Rolle, da lebensbedrohliche Zustände durch den Gebrauch nicht zu erwarten sind. Manchmal können aber akute Angstzustände auftreten. Bei psychischen Auffälligkeiten sollte der Arzt gerufen werden. Als wirksame Erstmaßnahme führen Sie mit dem Betroffenen ein beruhigendes Gespräch ("Herunterreden").

Cocain

Cocain wird aus den Blättern des Coca-Strauches gewonnen, der vor allem in Südamerika und Java angebaut wird. Die Aufnahme erfolgt fast immer durch "Schnupfen". Bei gering gradigen Vergiftungen kommt es meistens zu Schwindel, Angstgefühl und Blässe des Gesichtes. Bei stärkerer Vergiftung sind Erregung, Zittern und Halluzinationen nicht selten; eventuell kommt es zu Krämpfen. Besonders die Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System sind gefährlich, so dass bei starker Überdosierung auch Todesfälle bekannt geworden sind.

Erstmaßnahmen bei Atemstörungen: Atemhilfe durch Mund-zu-Mund-Beatmung.

Partydrogen

Nicht wenige Personen nehmen zum "Relaxen" am Wochenende sogenannte Partydrogen ein, ohne deren Risiken zu kennen. Ecstasy, Speed, LSD (Acid), Cocain und einige andere Rauschsubstanzen gehören heute zu den meistgebrauchten Partydrogen. Diese haben jeweils besondere Risiken und Nebenwirkungen. In den letzten Jahren besonders in Mode gekommen ist die Einnahme von Ecstasy, das in Form von verschiedenen Tabletten oder Kapseln in Diskotheken oder auf sogenannten Technoparties illegal verkauft wird. Unter dem Etikett "Ecstasy" werden alle möglichen Rauschsubstanzen unterschiedlicher Qualität und Wirkung auf dem Schwarzmarkt angeboten. Grundsätzlich ist der Wirkstoff, wenn er in einer Tablette verarbeitet ist, ein Aufputschmittel. Beim Kauf auf dem Schwarzmarkt muss immer mit Mogelpackungen und Verunreinigungen der Tabletten gerechnet werden. Diese Situation birgt ein nicht kalkulierbares Gesundheitsrisiko für den "Verbraucher". Nicht selten kommt es bei diesen nächtelangen Tanzfesten zu Zwischenfällen.

In der Regel kommt es durch eine Kombination aus Ecstasy, stundenlanger sportlicher Betätigung (Tanzen), Überhitzung, Erregung und Alkohol zu Problemen.

  • Bei Kreislaufproblemen sollte der Betroffene sich hinlegen, wobei die Beine höher als der Kopf gelagert werden sollten.
  • Droht Erbrechen oder hat der Betroffene erbrochen, bringen Sie den Patienten in die stabile Seitenlage mit tiefem Kopf. Zahnprothesen müssen aus dem Mund entfernt werden.
  • Der Betroffene sollte ruhig frische Luft einatmen.
  • Man kann den Puls fühlen und ihn beruhigen.
  • Handhalten, Streicheln, Zureden haben eine beruhigende Wirkung.
  • Bei schwerwiegenden Symptomen wie Bewusstlosigkeit, aschfahlem Gesicht und Gliedern, blauen Lippen, sollte sofort der (Not-)Arzt (Tel.: 112) gerufen werden.

Quelle: Rainer Braun, Martin Schulz: Vergiftungen. GOVI-Verlag GmbH

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