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Vergiftungen bei Kindern PDF Drucken E-Mail

Schätzungsweise 140.000 bis 160.000 Kleinkinder vergiften sich -unbeabsichtigt - jährlich in Deutschland. Aber nur circa 20.000 müssen behandelt werden. Leider sterben jedes Jahr noch immer 30 bis 50 Kinder in der Bundesrepublik Deutschland an vermeidbaren Vergiftungsunfällen

Krabbelkinder leben gefährlich

Erheblich gefährdet sind Kleinkinder von dem Zeitpunkt an, ab dem sie sich selbst in ihrer Umgebung umherbewegen können, die Fähigkeit erwerben, Behälter, Schubladen und Schränke zu öffnen und neugierig lernend und erkundend ausziehen, um ihre "kleine" Welt zu erobern. Dazu gehört bis zum Alter von etwa zwei Jahren, dass zur Erprobung vieles in den Mund gesteckt wird. In diesem Alter sind ausschließlich gute Beaufsichtigung der Kinder, kindergesicherte Verschlüsse, verschließbare Arzneimittel- und Haushaltspflegemittelschränke als vorbeugende Maßnahmen wirksam.

Erst mit etwa drei Jahren werden viele Kinder soweit vernünftig, dass sie Argumente über die Gefährlichkeit verstehen oder zumindest Verbote und Erziehungsbemühungen und somit einfache Sicherheitsregeln befolgen können. Erzieherische Maßnahmen gewinnen dann zunehmend an Bedeutung. Deshalb treten rund 90 Prozent aller Unfälle durch Verschlucken von Fremdsubstanzen bei Kleinkindern im Alter zwischen zehn Mona­ten und 4 1/2 Jahren auf, mit einem deutlichen Altersgipfel bei den 1 bis 2 1/2jährigen.

Man muss damit rechnen, dass Kleinkinder alles erreichbare einnehmen können: Haushaltsmittel, Beeren, Pilze, Genussmittel, Insektizide, Medikamente usw. Relativ häufig im Haushalt vorhanden und prinzipiell nicht ungefährlich sind die allermeisten Medikamente wie Schmerzmittel, Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, Mittel gegen Depressionen, Mittel gegen zu hohen Blutdruck, Mittel gegen Krämpfe, fiebersenkende Mittel, Herz- und Kreislaufmittel, Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Mittel gegen Zuckerkrankheit, Mittel gegen Asthma oder auch hustendämpfende Mittel.

Weiterhin ebenfalls sehr häufig und prinzipiell bedenklich sind:

  • Benzin, Nitroverdünner und Terpentinersatz,
  • Bremsflüssigkeit,
  • Fliesenreiniger, -Kühlerfrostschutzmittel,
  • Petroleum, Duftöl und Lampenöle
  • Geschirrspülmaschinenreiniger.

Zu den potentiell gefährlichen ätzenden Mit­teln gehören im Haushalt:

  • Bleichlaugen
  • Desinfektionsmittel
  • Entkalker
  • Kaliumpermanganat
  • Reiniger für Geschirrspülmaschinen
  • Rohr-, Abfluss, Backofen- und WC-Reiniger.

Im Hobby- und Handwerksraum und auf Baustellen: Abbeizer, Laugen, Säuren, Kalk und Zement. In der Landwirtschaft sind manche Unkrautvertilgungsmittel und Melkmaschinenreiniger zu bedenken.

Erste Maßnahmen bei Vergiftungen im Kindesalter:

  • Ruhe bewahren.
  • Tee, Wasser oder Saft zu trinken geben -keine Milch!
  • Kein Erbrechen auslösen -kein Salzwasser!
  • Die nächstgelegene Giftnotrufzentrale anrufen

Quelle: Rainer Braun, Martin Schulz: Vergiftungen. GOVI-Verlag GmbH

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